Der Anteil von Android Malware ist im letzten Jahr um 38 Prozent gestiegen

10. Mrz 2020 - Avast (LSE: AVST), ein weltweit fhrender Hersteller von digitalen Sicherheitsprodukten, hat festgestellt, dass Adware inzwischen den Groteil aller Android-Malware ausmacht. Statistiken, die Threat-Intelligence-Experten von Avast fr den Zeitraum von Oktober bis Dezember 2019 erstellt haben, zeigen, dass Adware fr 72 Prozent aller mobilen Malware verantwortlich ist. Die restlichen 28 Prozent setzen sich aus Banking-Trojanern, geflschten Anwendungen, Ransomware und Downloadern zusammen. Die Erkenntnisse von Avast zeigen, dass vor allem Adware fr Smartphone-Nutzer zunehmend zum Problem wird: Unter allen Android-Malware-Typen ist ihr Anteil allein im vergangenen Jahr um 38 Prozent gestiegen.

Mobile Adware tarnt sich oft in Form von Spiel- und Unterhaltungsapplikationen sowie Apps, die im Trend liegen, da diese ein hohes Verbreitungspotenzial haben. Solche Apps mgen harmlos erscheinen, aber sobald sie ein Gert infiziert haben, klicken sie heimlich auf die Werbung im Hintergrund. Manchmal zeigt Adware auch Werbung mit bsartigem Inhalt an.

Es gibt zwei verschiedene Hauptkategorien von Adware: Adware-Anwendungen und Werbebetrug/Ad-Klicker, eine bsartige Form von Adware:

Adware-Apps:
Bei diesen handelt es sich oft um Spiele, Fotos oder andere Lifestyle-Anwendungen, die zunchst seris erscheinen, den Anwendern jedoch Werbung anzeigen, sobald sie geffnet werden. Sie sorgen in erster Linie fr Ablenkung und Belstigung. Teilweise bespielt diese Form von Adware den Nutzer auerhalb der Anwendung mit Werbung, was es schwierig macht, die Ursache beziehungsweise deren Herkunft festzustellen.

Werbebetrug/Ad-Klicker:
Heruntergeladene Anwendungen knnen ohne das Wissen des Nutzers Aktivitten durchfhren, beispielsweise eine verschlsselte „.dex-Datei“ herunterladen und entpacken, um heimlich auf Werbung zu klicken. Cyberkriminelle bekommen dafr viel Geld von Werbekunden. Gelegentlich schlieen diese Kriminellen im Namen der Nutzer auch Premium-Abonnements ab. Ein aktuelles Beispiel dafr ist die Malware Joker.

„Niemand bekommt gerne stndig Werbung angezeigt. Sie ist unerwnscht und kann uns die Freude an einer App nehmen. Adware kann darber hinaus auch zur Bedrohung fr die Nutzer werden, wenn Cyberkriminelle sie als Hintertr zu deren Gert benutzen – sei es, um Geld von Werbekunden zu verdienen oder um persnlichen Daten zu stehlen. Wir verfolgen dieses Thema seit einigen Jahren und beobachten eine stetige Zunahme von Mobile Adware, was wahrscheinlich durch die zunehmende Nutzung mobiler Gerte vorangetrieben wird“, kommentiert Nikolaos Chrysaidos, Leiter des Bereichs Mobile Threat Intelligence & Security bei Avast, die Erkenntnisse.

Diese Tipps helfen Nutzern, mobile Adware-Angriffe zu verhindern:


  • Laden Sie Apps nur von offiziellen Webseiten oder aus offiziellen App-Stores wie Google Play herunter, da diese ber Sicherheitsvorkehrungen verfgen und Apps berprfen, bevor sie von Entwicklern hochgeladen werden knnen.
  • Lesen Sie die App-Bewertungen anderer Nutzer, um sich vor Fake-Apps zu schtzen. Wenn eine App wenige Sterne und viele negative Kommentare hat, knnte etwas nicht stimmen.
  • berprfen Sie sorgfltig die Berechtigungen, die eine Anwendung erfordert, bevor Sie diese herunterladen. Wenn eine Anwendung den Zugriff auf Daten anfordert, die fr die Funktionsweise nicht zwingend erforderlich sind, knnte es sich um Betrug handeln.
  • berprfen Sie Ihre Bank- und Kreditkartenauszge genau, um nicht autorisierte Zahlungen zu identifizieren. Cyberkriminelle whlen meist kostengnstige Abonnements aus, die leicht zu bersehen sind.
  • Verwenden Sie eine Antiviren-Lsung auf Ihrem Telefon, um Angriffsversuche zu identifizieren und zu stoppen.