Mit Chrome 48 steht eine neue Version des kostenlosen Google-Browsers für Windows, Linux, Mac und Android bereit. Ein eingebauter Speed-Test hat dabei die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung im Blick. Das können Webseiten nutzen, um passende Inhalte zu liefern.

Nie mehr lange Ladezeiten
Die Macher von Chrome sind dafür bekannt, dass sie kreativ an Tuning-Schrauben drehen, um auch noch das letzte Quäntchen Leistung aus dem Browser zu quetschen. In Chrome 48, der für Windows, Mac, Linux und bald auch für Android zum kostenlosen Download bereit steht, gibt es auch wieder einige dieser Tuning-Maßnahmen. Chrome 48 stellt Webseiten Informationen über die aktuelle Internet-Geschwindigkeit des Nutzers bereit. Über das Attribut "NetworkInformation.downlinkMax" können Entwickler die Ergebnisse eines Speed-Tests anfordern und so abhängig von der Geschwindigkeit verschiedene Elemente ihrer Webseite ausliefern. Denkbar wäre es also, für schnelle LTE-Verbindungen Videos anzubieten, dümpelt der Nutzer aber nur per Edge-Verbindung durchs Netz, kommt erst einmal nur die Textversion. Unter dem Strich könnte das das Ende von langen Ladezeiten und abbrechenden Verbindungen bedeuten. Übrigens muss man keine Angst haben, dass man als Nutzer immer nur die Schmalspurversion einer Webseite gezeigt kriegt. Chrome informiert Webseiten auf Wunsch auch darüber, wenn sich an der Internet-Geschwindigkeit des Nutzers etwas ändert. Steht mehr Bandbreite bereit, gibt es mehr Inhalte. Die neue HTTPS-Beschleunigung Brotli ist in dieser Version von Chrome noch nicht vertreten.

Bereits in Chrome 42 hat Google die Möglichkeit eingebaut, Push-Benachrichtigungen von Webseiten in Chrome anzeigen zu lassen. Und die Nutzer mögen diese Funktion. Nach Angaben von Google werden über Chrome pro Tag rund 350 Millionen Push-Nachrichten ausgeliefert. In Chrome 48 können diese Benachrichtigungen jetzt mit mehr Funktionen angereichert werden. So lassen sich beispielsweise Buttons einblenden, über die Nutzer neue Informationen abrufen oder Einstellungen vornehmen können.

Praktisch ist es, wenn man ohne Kabel Musik, Videos oder Präsentationen auf anderen Geräten wiedergeben kann. In der Desktop-Version von Chrome kann man man schon länger via Google Cast viele Inhalte sehr einfache "beamen". Über eine versteckte Flag-Einstellung geht das auch ohne Extension. Sie müssen nur "Media Router aktivieren" scharf schalten und schon können Sie Inhalte auf den Chromecast ausgeben. Diese Google Cast-Unterstützung erhält jetzt auch die Android-Version von Chrome 48 (steht kurz vor Release). Hat man also beispielsweise eine Präsentation oder ein Video im Chrome-Browser auf dem Smartphone geöffnet, kann man diese Inhalte per Fingertipp über einen Chromecast auf einem TV-Gerät ausgeben.
Auch neu ist die Unterstützung für den VP9-Video-Codec in WebRTC. Im Vergleich zum Vorgänger VP8 schafft er HD-Übertragungen mit nur rund der Hälfte der Bandbreite. Spannend ist VP9 auch deshalb, weil dem Codec zugetraut wird, 4K-Inhalte im Web salonfähig zu machen.
Chrome 48 behebt auch wieder jede Menge Fehler und schließt 37 Sicherheitslücken. Chrome-User sollten auf allen Plattformen deshalb zügig auf die neue Version umsteigen.
Quelle: http://www.chip.de/news/Chrome-48-zu..._88070876.html

Infos: http://googlechromereleases.blogspot...update_20.html

Download: https://www.google.com/chrome/browse...top/index.html

Chip.de Downloads
Windows 32 Bit: http://www.chip.de/downloads/Google-..._32709574.html
Windows 64 Bit: http://www.chip.de/downloads/Chrome-..._71140330.html

Linux: http://www.chip.de/downloads/Google-..._39299412.html

Mac OS X: http://www.chip.de/downloads/Google-..._36788044.html

liebe Grüße
Shello