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Thema: Piraten entern das Schiff, gesellen sich zu Anwälten - Der Vatikan geht legale Wege

  1. #1
    Merlin
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    Piraten entern das Schiff, gesellen sich zu Anwälten - Der Vatikan geht legale Wege

    PRAG, Tschechische Republik, 1. April 2011 – Piraten haben sich bei der Verfolgung von avast! Antivirus zu Anwälten gesellt, nach der Sperrung einer Lizenz Ende 2010. Dafür ist der Vatikan diesmal im legalen Bereich.

    Eine Anwaltsvereinigung aus Arizona, der mehr als 1,500 Rechtsexperten angehören, ist die Quelle einer Lizenz für fast 750,000 avast! Benutzer. Unglücklicherweise sind alle ausser 217 dieser Benutzer Piraten.

    “Zumindest in diesem Fall, sind die Anwäte nicht die Piraten” sagt Vince Steckler, CEO bei AVAST Software. “Der große Sprung in der Anzahl kam erst nachdem wir eine weitere geklaute Lizenz gesperrt haben, die wir im September beobachteten.”

    “Wir haben uns gewundert, wie lange es wohl dauern wird, bis die Piraten eine neue Lizenz finden würden. Es hat dann sogar uns sehr überrascht, dass es es nur drei Monate gedauert hat, bis die rund 750,000 Benutzer auf der vorherigen geklauten Lizenz auf die Lizenz der Anwaltsvereinigung gewechselt hatten" fügte Mr. Steckler hinzu. “Vielleicht dachten Sie, dass sie sich hinter dem Gesetz verstecken könnten…”

    Von ihrem Ursprung in Arizona, wird die Lizenz nun von avast! Benutzern in 218 Ländern und Territorien verwendet. “Es ist recht interessant, dass beide dieser entwendeten Lizenzen aus Arizona stammten,” merkt Mr. Steckler an. “Wir wussten nicht, dass dieser Staat so eine globale Gefolgschaft hat.”


    Dieser Fall von Lizenzpiraterie unterscheidet sich in folgenden Punkten von vorherigen von AVAST Software aufgedeckten Fällen:
    • Schneller: Die Lizenz verbreitete sich zu drei Vierteln von einer Millionen Nutzern in den letzten drei Monaten. Die Original Lizenz wurde vor neun Monaten verkauft.
    • Aktualisiert: Alle Piraten hatten die neue avast! 6.0, mit den neuen AutoSandbox, WebRep, and SafeZone Virtualisierungs Funktionen.
    • Keine im Vatican: Keiner der Nutzer konnten im Vatikanstaat ausgemacht werden.

    “Wir möchten keine Klagen einreichen oder Anwälte damit beschäftigen” sagt Mr. Steckler. “Wir bereits zuvor, werden wir informieren und dann konvertieren oder wechseln. Wir werden sehen, was diesmal passiert.”

    Top Dreckiges Dutzend*

    1. Russland
    2. Ägypten
    3. Brasilien
    4. Mexico
    5. Philippinen
    6. Indonesien
    7. USA
    8. Italien
    9. Thailand
    10. Spanien
    11. Ukraine
    12. Frankreich

      *Daten von internen Berichten über die Nutzung geklauter Lizenzen, sortiert nach Land.

      Hinweis: Es handelt sich nicht um einen Aprilscherz, auch wenn es lustig erscheinen mag.

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  3. #2
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    hi,

    sowas finde ich absolut schäbig und unfair dem Hersteller gegenüber, der auch ein so gutes Gratisangebot zur Verfügung stellt um für mehr Sicherheit zu sorgen. Meine Meinung - findet Sie und lasst sie zahlen!

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  5. #3
    Merlin
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    Hallo,

    das Problem dabei ist, dass sich der personelle und letztendlich auch finanzielle Aufwand nicht lohnen würde. Eine Sperrung ist da "leider" effektiver und mit weniger Kosten verbunden. Aber in einem gebe ich dir recht: Es ist in der Tat schäbig. Vor allen Dingen, weil avast! ein freies Produkt in wirklich großzügigem Umfang am Markt anbietet.

  6. #4
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    Aber irgendwie spricht das auch für die Qualität von avast!......
    Wenn man sich das Who Is Who der Länder durchliest, so sind das fast ausnahmslos Länder, die auch durch andere Tätigkeiten auffallen:
    Spam, Malware etc.
    Fehlt nur noch China, die sonst auch immer die vordersten Plätze belegen......

    Traurig, das so die Arbeit eines bislang sehr guten Entwicklerteams und einer innovativen Firma torpediert wird.
    Wer nicht bereit ist, für seine Sicherheit zu bezahlen, greift zur Free Edition, die ja nun vom Funktionsumfang kaum Einschränkungen kennt.
    Eine juristische Verfolgung wird imho eh nicht viel bringen, da sich Justiz und Provider der Länder herzlich wenig darum kümmern, es ist ihnen schlichtweg egal, hauptsache sie bekommen ihr Geld. Und zur Anwendung käme das Gesetz des Landes, in dem der Verursacher wohnt.....sperren und gut is, eine andere Sprache verstehen die nicht.

  7. #5
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    In meinen Augen wäre eine gerechte Strafe die, indem man die Systeme derjenigen, die sich die Lizenz geklaut haben, derart mit Schadcode infiziert, das sie mit diesem nie mehr glücklich werden. Quasi so ein kleiner Selbstzerstörungsmechanismus vom Hersteller .

  8. #6
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    Zitat Zitat von sven71cb Beitrag anzeigen
    In meinen Augen wäre eine gerechte Strafe die, indem man die Systeme derjenigen, die sich die Lizenz geklaut haben, derart mit Schadcode infiziert, das sie mit diesem nie mehr glücklich werden. Quasi so ein kleiner Selbstzerstörungsmechanismus vom Hersteller .
    Das müsste dann ja schon ein Headcrash sein oder ähnliche, die Hardware zerstörende Aktionen, ansonsten setzen die das System neu auf und treiben ihr Unwesen weiter.
    Ich würde stattdessen eine Blacklist führen, die an alle anderen Hersteller aus dem Bereich Sicherheit weiter gereicht wird, mit allen erforderlichen Angaben wie Mailadresse etc.
    Ist die verwendete Mailadresse schon mal durch einen ähnlichen Vorfall aufgetaucht, ist sie verbrannt und kein Hersteller nimmt sie an.
    Eine solche Datenbankabfrage bei der Registrierung verzögert den Vorgang nur marginal.

  9. #7
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    Auch keine schlechte Idee, nur eine Mailadresse kann man mal schnell ändern und diese reicht in meinen Augen als Identifizierung nicht aus.
    Sonst wie gesagt keine schlechte Idee, das diese Leute keine Software mehr bekommen, nicht mal die Free Versionen der Anbieter.

  10. #8
    Merlin
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    Hallo,

    das Problem an der Stelle ist ja, dass die Sperrung der Mailadresse nur denjenigen treffen würde, dem die Lizenz geklaut wurde. Natürlich sollte man auf seine Lizenzen aufpassen, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das gerade in großen Unternehmen öfter leichter gesagt als getan ist und das hat zahlreiche Gründe:

    - Mitarbeiter kommen und gehen
    - Oft haben Mitarbeiter Zugriff auf diese Daten, die eigentlich gar keine haben sollten
    - Klau durch Dritte, die von extern kommen
    - ...

    Da muss man also immer sehr vorsichtig sein. Die Lizenz selbst wird ja auf eine Blacklist gesetzt, so dass sie irgendwann nicht mehr funktioniert. Die eigentlichen Diebe sind aber leider nur schwer dranzubekommen und das ist auch der Punkt, wo es für AVAST dann wieder teuer werden würde, denn wer garantiert den Erfolg?

  11. #9
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    Wenns nur an der Identifizierung liegt:
    Ein Kauf wird erst nach der eindeutigen Identifizierung per Post-Ident-Verfahren möglich.
    Dann hat man zumindest den Inhaber der Lizenz, die genutzt wurde, eindeutig identifiziert. Den könnte man dann sogar auf Schadenersatz verklagen.....in den USA kommen da Fabelsummen raus.
    Spätestens, wenn es ein Unternehmen trifft, werden die sich überlegen, wer an welche Daten heran kommt.
    Bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft/Loyalität auf.

  12. #10
    Merlin
    Gast
    Hallo,

    der Lizenznehmer ist ja auch eindeutig identifiziert worden, das ist nicht das Problem. Jedoch muss man immer abwägen, ob man solch große Kunden dann wirklich verklagt (und damit auch erstmal die Kosten dafür in Anspruch nimmt) oder es bei einer Ermahnung belässt. Letzteres ist in diesem Fall ja auch gemacht worden.

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