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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Favorisierte Linux Distribution



Merlin
08.08.09, 19:45
Hallo,

da anscheinend das Sommerloch im Forum Einzug erhalten hat, mal wieder ein neuer Thread, diesmal aber nicht als Umfrage, da der Kreis der Interessierten sich wahrscheinlich eher in Grenzen hält. Mich würde interessieren, wenn ihr überhaupt eine nutzt, welche Linux Distribution euer Favorit ist.

Als ich mich damals zum ersten Mal vor eine "Black-Box" gesetzt habe, war es noch ein einzelner Account auf einer Sun Netra mit einem Splackware Linux. Danach habe ich mich irgendwann mal mit Debian und Suse beschäftigt, die mir aber beide nicht gefallen haben. Suse zu überladen, Debian zu alt. Seitdem habe ich den Binary-based Distributionen den Rücken zugekehrt (ausser im Desktop Bereich) und habe mich mit Gentoo beschäftigt. Es hat mit Sicherheit Monate gedauert, bis ich behaupten konnte, mich richtig gut mit dem System auszukennen, aber es hat für mich den Vorteil gehabt, dass ich relativ schlanke und hardwarenahe Systeme stricken konnte.
Im Desktop Bereich halte ich das jedoch für übertrieben und zu aufwendig und bevorzuge da Ubuntu oder Fedora.

Catweezel
11.08.09, 23:42
Linux scheint wohl erst richtige Sommerlöcher zu erzeugen... :lol:

Damit der Thread hier nicht vereinsamt.. Meine Linuxerfahrung ist eher rudimentär.
Ende 2005 hat mich das Thema einfach interessiert als später Einsteiger in die Computer- und Internetwelt.
Nach einigem Suchen bin ich auf Ubuntu gestossen und war, nach kompetenter Anleitung dort aus dem Forum begeistert von diesem Betriebssystem. Ich habe Windows zwei Monate nicht angeschaut, danach habe ich eine Weile beide Systeme genutzt.
Inzwischen ist bei Ubuntu viel passiert. Die Installation verläuft noch einfacher, so gut wie alle Hardware wird erkannt. Auch WLAN USB- Sticks. Das war einige Zeit wie Steineschneiden...
Die Benutzung von Ubuntu führte mich dann auch in dieses Forum, da ich auch bei Linux den Avast-Scanner ausprobieren wollte.
Leider finde ich jetzt nicht mehr die Zeit, mich mit Linux auseinander zu setzen und habe zur Zeit keine Ubuntu-Partition (sogar zum Testen von Win7 komme ich kaum...).
Eine aktuelle Live-CD gehört aber immer zu meinem Repertoire :wink:
Wenn bei uns ein Rechner ausgemustert wird, möchte ich diesen dann als reinen Linux-Rechner laufen lassen. So, wie es aussieht, wird es mal ein Notebook werden.

Eine Sache, die mich immer noch stört, ist die Schriftart, die nicht so fein gezeichnet ist, wie bei Windows. Ich hatte bei Ubuntu mal ein HowTo angewendet, um Windowsschriftarten einzubetten. Das Ergebnis war aber nicht dramatisch besser.
Der Safaribrowser hat unter Windows auch solch eine ähnliche Schrift und erinnert an Linuxsoftware.
Zwischen dem Mac-BS Leopard und Linux besteht wohl auch ein "Seelenverwandtschaft". Manche Linuxsoftware läuft gar unter einem Mac... meine ich mal gelesen zu haben.
Sorry für den recht unfachmännischen letzten Absatz - von MAC habe ich Null Ahnung und Erfahrung. :wink:
Lasse mich gerne Aufklären.... :)

good night
Catweezel

Auggie
12.08.09, 13:06
heise Security beweist immer wieder, das man keine Ahnung zu haben braucht, um sich "Experte" zu nennen ....... :mrgreen:

Aber zum Thema:
Den ersten Blick auf Linux hab ich im Jahr 91 oder 92 geworfen, beim Sohn meines damaligen Vermieters.....weiß aber nicht mehr, welches System.
Zu Zeiten von Win98 hab ich dann meine ersten Gehversuche mit Linux gemacht, damals mit Suse Linux, die Distribution war damals so ziemlich die einzige Möglichkeit, eine Linuxinstallation ohne Ahnung auf die Beine zu stellen, da es damals schon eine grafische Installationsoberfläche gab die vieles erleichtert hat.
Damals habe ich dann, wie Catweezel, eine zeitlang ein Multiboot-System mit Win und Suse gefahren.
Aber damals schon war mir klar, das für mich als semiprofessioneller Amateurfotograf Linux nie das System meiner Wahl werden würde; aufgrund der überteuerten Preise beim Mac ein Mac allerdings auch nicht.
Ernsthaft auseinander gesetzt mit Linux habe ich mich, als ich meinte, ich bräuchte unbedingt einen eigenen V-Server mit Rootrechten zum hosten meiner Internetpräsenz....diese Annahme war allerdings im Nachhinein betrachtet einfach dumm, weil man vor lauter Admin-Aufgaben nicht mehr dazu kommt, die Seite regelmäßig zu aktualisieren geschweige denn ein Privatleben zu haben.
Als System damals lief Debian, und bei dieser Distibution ist es auch geblieben, da Debian aus sicherheitstechnischer Sicht für mich die beste Wahl ist.
Die mir vorliegende Distribution Debian Sage ist allerdings nicht installiert da mich eine reine Testinstallation nicht mehr wirklich interessiert, allenfalls am Rande im Zusammenhang mit der Absicherung bestimmter Servertypen wie Mail- oder Webserver.

Wer sich allerdings ernsthaft für das Thema Internet und Sicherheit interessiert, kommt nicht umhin, sich mit Linux bzw. Unix auseinandern zu setzen.

LG Auggie

Catweezel
12.08.09, 19:20
Den ersten Blick auf Linux hab ich im Jahr 91 oder 92 geworfen...
...da wusste ich noch nicht mal, was Linux ist..... :wink: In der Firma habe ich zu der Zeit das erste Word bewundert... das war noch mit bunter Schrift und scharzem Hintergrund *schüttel*
Mein erster eigener PC war Anno 2000 ein Win98 FSC Pentium 4 mit 800 MHZ und gigantischen 64 MB RAM :shock:
Nach zwei Jahren von Win98SE "die Schnauze voll" und mit 192 MB RAM auf XP aufgerüstet - lief super.
Verstehe deswegen auch nicht, warum heute immer noch welche an Win98 festhalten - siehe verschiedene Threads hier im Forum.
Das, was dann auf diesen Win98 Rechnern gemacht wird, deckt bestimmt zu 99,9 %ig eine Linux-Distribution ab.

Wer sich allerdings ernsthaft für das Thema Internet und Sicherheit interessiert, kommt nicht umhin, sich mit Linux bzw. Unix auseinandern zu setzen.
Ja, dadurch, dass diese Betriebssysteme nicht so im Fokus sind, ist hier ein Sicherheitsplus zu Windows zu verzeichnen. Das macht die ganze Sache bei einem Desktopsystem sicherheitstechnisch sehr komfortabel.


Ein Punkt, den man oft außer acht lässt...(falls hier jemand mitliest, der Linux noch gar nicht kennt) - die verschiedenen Distributionen sind eigentlich nur verschiedenen Grafische Darstellungen. Linux stellt nur den Kernel.
Der Vergleich hinkt vielleicht etwas, aber was MS-DOS damals für Windows, ist der Linux-Kernel für die verschiedenen grafischen Distributionen.
Ich höre jetzt auf..... bevor ich hier von professioneller Seite Schelte bekomme...... :mrgreen:

Gruß Catweezel

Auggie
12.08.09, 21:43
Nach zwei Jahren von Win98SE "die Schnauze voll" und mit 192 MB RAM auf XP aufgerüstet - lief super.
Verstehe deswegen auch nicht, warum heute immer noch welche an Win98 festhalten - siehe verschiedene Threads hier im Forum.
Einen Grund für das Festhalten kenne ich:
Damals gab es eine genial einfache Datenbank....Ask Sam, die man für sehr viele Zwecke einsetzen konnte.
Die lässt sich im Kompatibilitätsmodus leider nur sehr widerwillig zum Laufen bewegen.

Ja, dadurch, dass diese Betriebssysteme nicht so im Fokus sind, ist hier ein Sicherheitsplus zu Windows zu verzeichnen. Das macht die ganze Sache bei einem Desktopsystem sicherheitstechnisch sehr komfortabel.
Mir ging es bei dem Gedanken eigentlich mehr um das Verstehen, wie Internet funktioniert und Betriebssysteme funktionieren.
Zu Beginn des Internets gab es nur Unix......
Und wenn man Sicherheit verstehen will, muß man das Internet verstehen.

Ein Punkt, den man oft außer acht lässt...(falls hier jemand mitliest, der Linux noch gar nicht kennt) - die verschiedenen Distributionen sind eigentlich nur verschiedenen Grafische Darstellungen. Linux stellt nur den Kernel.
Der Vergleich hinkt vielleicht etwas, aber was MS-DOS damals für Windows, ist der Linux-Kernel für die verschiedenen grafischen Distributionen.
Ich finde gar nicht, das der Vergleich hinkt.
Das, was wir heute als Windows bezeichnen, ist eigentlich auch nur die grafische Oberfläche, die die Bedienung stellenweise vereinfacht hat, das Wesentliche spielt sich "unter der Haube" ab.

LG Auggie

Merlin
16.08.09, 14:41
Hallo,


Die Installation verläuft noch einfacher, so gut wie alle Hardware wird erkannt. Auch WLAN USB- Sticks. Das war einige Zeit wie Steineschneiden...

Mittlerweile hat sich in dem Bereich viel getan, nicht zuletzt auch, weil man angefangen hat, Linux auch im Bereich der öffentlichen Einrichtungen stärker einzusetzen. Damals war nicht nur die Sache mit einigen Hardware Treibern ein Problem, sondern auch von Druckern. Cups ist aber mittlerweile in der Lage fast jeden modernen Drucker anzusprechen, leider fehlen aber manchmal noch druckerspezifische Funktionen. Bei den Schriftarten kann ich nur zustimmen, leider ist es oft nicht so schön wie unter Windows. Auf der anderen Seite lassen sich in Linux viele grafische Oberflächen und Gimmicks einbauen (wie zum Beispiel Enlightenment E17 oder Compiz - ehemals Compiz Fusion). Dabei laufen die dann teilweise zügiger als Windows mit Aero.


Zwischen dem Mac-BS Leopard und Linux besteht wohl auch ein "Seelenverwandtschaft". Manche Linuxsoftware läuft gar unter einem Mac... meine ich mal gelesen zu haben.

Es ist nicht nur eine "Seelenverwandtschaft". Seit Max OS X ist bei Apple eine Art von Unix "unter der Haube", wobei man einen ähnlichen Weg gegangen ist, wie die Entwickler von BSD. Daher laufen auch viele Linux/Unix Anwendungen unter OS X und man kann unter anderem *NIX Befehle in der Kommandozeile nutzen.


Ein Punkt, den man oft außer acht lässt...(falls hier jemand mitliest, der Linux noch gar nicht kennt) - die verschiedenen Distributionen sind eigentlich nur verschiedenen Grafische Darstellungen. Linux stellt nur den Kernel.

Das ist so nicht ganz richtig. Es gibt zwar häufig Forks, die auf anderen Linux Systemen aufbauen und eine spezielle Verwendung als Ziel haben, die großen Linux Distributionen haben zwar immer eine gemeinsame Basis (Kernel, Dateisystemstruktur), aber unterscheiden sich in vielen anderen Dingen erheblich. Das geht vom Paketmanagementsystem über das init/runlevel-System bis hin zur Strukturierung der Konfiguration. Ich stimmte natürlich zu, dass die grafische Oberfläche fast immer durch den X-Server und einer der populären Window-Manager (Gnome, KDE, Fluxbox, XFCE,...) realisiert wird.


In der Firma habe ich zu der Zeit das erste Word bewundert...

Die guten alten Zeiten, in denen Office noch auf 31 Floppies ausgeliefert wurde und der Begriff "Disc Juggler" noch richtig "in" war :) Besonders schön war es, wenn man plötzlich feststellte, dass die 26. Diskette kaputt war :D

Mein erster PC war übrigens ein 286, auf dem sich sogar noch die vgalemmi.exe starten liess (wer es noch kennt). Danach folgte dann in handelsüblicher Reihenfolge 386SX (mit mathematischem Co-Prozessor!), 486, Pentium 100, ... einen Cyrix hatte ich jedoch nie, später folgte dann eher der AMD.

Auggie
16.08.09, 19:30
Es ist nicht nur eine "Seelenverwandtschaft". Seit Max OS X ist bei Apple eine Art von Unix "unter der Haube", wobei man einen ähnlichen Weg gegangen ist, wie die Entwickler von BSD. Daher laufen auch viele Linux/Unix Anwendungen unter OS X und man kann unter anderem *NIX Befehle in der Kommandozeile nutzen.
Das ist mir direkt neu.....
Super wäre dann der umgekehrte Weg, das Anwendungen für MacOS X unter Linux laufen würde......
Das wäre für mich ein Grund, ernsthaft über einen Wechsel nachzudenken.
Da es für die wichtigsten meiner Anwendungen bis jetzt keine wirkliche Alternative unter Linux gibt, bleibt Windows das Maß aller Dinge für mich.

Das ist so nicht ganz richtig. Es gibt zwar häufig Forks, die auf anderen Linux Systemen aufbauen und eine spezielle Verwendung als Ziel haben, die großen Linux Distributionen haben zwar immer eine gemeinsame Basis (Kernel, Dateisystemstruktur), aber unterscheiden sich in vielen anderen Dingen erheblich. Das geht vom Paketmanagementsystem über das init/runlevel-System bis hin zur Strukturierung der Konfiguration. Ich stimmte natürlich zu, dass die grafische Oberfläche fast immer durch den X-Server und einer der populären Window-Manager (Gnome, KDE, Fluxbox, XFCE,...) realisiert wird.
Naja, wenn wir ganz streng sind, ist auch Linux letztlich nur eine Portierung von Unix auf die Verwendung auf Intel-Plattformen :mrgreen:

Die guten alten Zeiten, in denen Office noch auf 31 Floppies ausgeliefert wurde und der Begriff "Disc Juggler" noch richtig "in" war :) Besonders schön war es, wenn man plötzlich feststellte, dass die 26. Diskette kaputt war :D
Mein erster PC war übrigens ein 286, auf dem sich sogar noch die vgalemmi.exe starten liess (wer es noch kennt). Danach folgte dann in handelsüblicher Reihenfolge 386SX (mit mathematischem Co-Prozessor!), 486, Pentium 100, ... einen Cyrix hatte ich jedoch nie, später folgte dann eher der AMD.
Je nach Alter haben wir wohl alle einen ähnlichen Weg gehabt, mich eingeschlossen.
Mein PC hatte damals eine Riesenfestplatte von 20MB, die mit Stacker auf das doppelte aufgebohrt war.
Die hohe Schule damals war, möglichst viele Anwendungen in das Extended Dos-Memory über 640KB unterzubringen, und Geschwindigkeit war damals oftmals eine ziemliche Hexerei.
Dank der klaren Trennung damals von Dos-Unterbau und grafischer Oberfläche hat man seinen PC richtig kennen gelernt, weil man für sehr viele Aktionen erst einmal Dos-Befehle lernen mußte; die Kommandozeile gehörte zu den am häufigsten gestarteten Anwendungen von Windows.

LG Auggie

Catweezel
16.08.09, 22:46
Je nach Alter haben wir wohl alle einen ähnlichen Weg gehabt......
joh...., da klinke ich mich mal aus... :lol:
Ich kann da wirklich nur mit "XP-Erfahrung" aufwarten.... :wink:
Klar, als reiner Anwender in der Firma hatte ich "Vorlauf", aber privat hat es gedauert....


Ich stimmte natürlich zu, dass die grafische Oberfläche fast immer durch den X-Server und einer der populären Window-Manager (Gnome, KDE, Fluxbox, XFCE,...) realisiert wird
na ja, das meinte ich letztendlich auch.
Kommt davon, wenn man hier gesundes Halbwissen postet.... :mrgreen:

Gruß Catweezel

Merlin
17.08.09, 01:10
Mein PC hatte damals eine Riesenfestplatte von 20MB, die mit Stacker auf das doppelte aufgebohrt war.
Die hohe Schule damals war, möglichst viele Anwendungen in das Extended Dos-Memory über 640KB unterzubringen, und Geschwindigkeit war damals oftmals eine ziemliche Hexerei.

Da hat die Firma Quarterdeck doch ganz nette Programme für geschrieben (und später dann auch noch CleanSweep). Damals gab es auch einige nette (Norton) Utilities mit denen man seinen PC etwas "tunen" konnte. Wo wir schon bei Norton sind...den Norton Commander nicht zu vergessen (von Peter Norton Computing!), obwohl einige Banausen ja meinten, Dosshell wäre der besser Filemanager :evil:

Auggie
17.08.09, 09:11
Da hat die Firma Quarterdeck doch ganz nette Programme für geschrieben (und später dann auch noch CleanSweep). Damals gab es auch einige nette (Norton) Utilities mit denen man seinen PC etwas "tunen" konnte. Wo wir schon bei Norton sind...den Norton Commander nicht zu vergessen (von Peter Norton Computing!), obwohl einige Banausen ja meinten, Dosshell wäre der besser Filemanager :evil:
Große Platten warn damals halt sehr teuer, noch teurer als Software, das waren Programme wie Stacker die einzige Möglichkeit, den Plattenplatz zu erhöhen, schließlich brauchte auch Windows noch einiges an Platz.
Unter Dos waren die Norton Utilities die ultimativen Admin- und Tuningwerkzeuge.
Und der Norton Commander......darüber braucht man kein Wort zu verliern, einen noch genialeren Filemanager hab ich nicht kennen gelernt.
Der ist so oft geklont, das es ihn heut noch gibt, z.B. Midnight Commander unter Linux.

Womit wir wieder beim Ursprungsthema wären :mrgreen:
Die Linux-Distris sind eine Sammlung von frei erhältlichen Unix-Programmen für Intel-PCs mit einem gemeinsamen Kernel.
Die Auswahl an aktuellen Distris ist heute zum Glück recht groß (die Ähnlichkeiten allerdings auch).
Welche Distri man wählt, finde ich recht unerheblich.....es kommt drauf an, was man mit dem System anstellen will, nicht jede Distri eignet sich gleichermaßen für Multimedia, und nicht jede Distri eignet sich gleichermaßen als Server.

Was mich wirklich stört, ist das unterschiedliche Paketmanagement; klar kann jedes Programm unter jeder Distri installieren, aber mit dem "richtigen" Paketmanager ist das Auflösen der Abhängigkeiten deutlich einfacher als wenn man alles manuell machen muß, weil es kein geeignetes Paket für "meine" Distri gibt.

LG Auggie

Merlin
17.08.09, 10:54
Was mich wirklich stört, ist das unterschiedliche Paketmanagement; klar kann jedes Programm unter jeder Distri installieren, aber mit dem "richtigen" Paketmanager ist das Auflösen der Abhängigkeiten deutlich einfacher als wenn man alles manuell machen muß, weil es kein geeignetes Paket für "meine" Distri gibt.

Das macht source-based Distributionen dann wieder so interessant, hier lassen sich die Abhängigkeiten viel feiner auflösen, da man auf den Build-Prozess der Binaries selbst Einfluss nehmen kann. So hat man am Ende ein optimal auf Hardware und Bedürfnisse abgestimmtes System. Der Nachteil ist natürlich der Zeitaufwand den das Kompilieren in Anspruch nimmt.

Auggie
17.08.09, 15:18
Sind wir hier nicht schon bei einer ganz anderen Diskussion? :mrgreen:

Das macht source-based Distributionen dann wieder so interessant, hier lassen sich die Abhängigkeiten viel feiner auflösen, da man auf den Build-Prozess der Binaries selbst Einfluss nehmen kann.
So hat man am Ende ein optimal auf Hardware und Bedürfnisse abgestimmtes System.
Das ist sicherlich richtig was Du sagst, support.
Macht aber imho nur Sinn, wenn ich Linux ernsthaft einsetzen will, als Allein-OS oder als Hauptsystem (bei einem Multibootsystem).
Ist das Hauptsystem bspw. Windows, glaube ich nicht, das sich ein User derart tief in die Tiefen begibt, nur weil man gelegntlich Linux einsetzen will.

LG Auggie

Merlin
17.08.09, 16:20
Macht aber imho nur Sinn, wenn ich Linux ernsthaft einsetzen will, als Allein-OS oder als Hauptsystem (bei einem Multibootsystem).

Hallo,

das war auch nicht meine Aussage. Für den komfortablen Ersatz als Desktop nehme ich am liebsten Ubuntu oder Fedora (da kommt es immer darauf an, welches Release gerade aktueller ist und die besseren Features bietet). Gentoo setze ich gerne als Server ein, nur Minimalisten und Performance-Freaks würde wahrscheinlich zu Gentoo als Desktop Ersatz greifen, obwohl das Paketmanagement (insbesondere mit dem USE-Flag System) sehr einfach zu bedienen ist.

Auggie
17.08.09, 22:08
Hallo support (und alle andren Mitleser)

Ich wollte Dich auch nicht angreifen oder kritisieren, hoffe das kam nicht so an.
Sorry, mein Fehler, hatte nicht mehr alle Postings auf dem Schirm; Du hattest ja sogar bei der Threaderöffnung geschrieben, bei einer Desktop-Lösung etwas anderes zu bevorzugen.....Asche auf mein Haupt.
Für den von Dir jetzt genannten Einsatzzweck find ich es auch sehr sinnvoll, alles selbst "zu stricken", mit dem Vorteil, ein System zu bekommen, das genau auf mich und meine Hardware zugeschnitten ist.
Das ist eben ein unschlagbarer Vorteil von Linux, das ich die Möglichkeit habe, mir mein System genau so zu stricken, wie ich es brauche.....wenn ich es will.

LG Auggie

Catweezel
18.08.09, 21:48
dazu ist heute ein Artikel im Spiegel zu lesen :wink:
http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1 ... 52,00.html (http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,643152,00.html)

Merlin
19.08.09, 10:43
Ich wollte Dich auch nicht angreifen oder kritisieren, hoffe das kam nicht so an.

Auggie, du musst nicht ständig Angst haben, dass ich etwas falsch aufgefasst habe. Wenn dem so ist, werde ich mich schon melden ;)


Das ist eben ein unschlagbarer Vorteil von Linux, das ich die Möglichkeit habe, mir mein System genau so zu stricken, wie ich es brauche.....wenn ich es will.

Das sieht man ja schon an den ganzen kleinen auf einen bestimmten Zweck zugeschnittenen Distributionen, wie z.B. eine Gparted LiveCD (früher musste man immer auf PartitionMagic zurückgreifen). Man kann praktisch alles darauf bauen.

Auggie
20.08.09, 15:54
Hallo

Gegenüber früher hat sich bei Linux auch viel getan:
Die meisten Distris kommen mit einer grafischen Installationsoberfläche.
Die Hardwareunterstützung ist um Längen besser geworden.
Waren früher die Netzwerkeinstellungen nur sehr schwierig einzustellen, kommen heute auch wenig versierte User damit zurecht.
Das alles trägt dazu bei, das Linux auf immer mehr Systemen als Hauptsystem eingesetzt wird.
Und auch für Unternehmen und die öffentliche Hand wird die Umstellung auf Linux zunehmend attraktiver.

LG Auggie

Merlin
23.08.09, 12:04
Hallo,

ja Linux ist über die letzten Jahre wirklich deutlich besser geworden. Was mich immer noch stört ist, dass es einige Programme leider nur unter Windows gibt. Es gibt oft nicht einen entsprechenden Pendanten unter Linux oder er integriert sich nicht so schön in die entsprechende grafische Oberfläche wie unter Windows. Das liegt aber auch meist daran, dass man so viele verschiedene Möglichkeiten hat (Window Manager, unterschiedliche Distributionen und damit Orte an denen die Systemkonfiguration liegt,...) und alle zu unterstützen ziemlich mühsam für den Entwickler wäre. Wobei es oft die Arbeit der Entwickler der entsprechenden Distributionen ist, das Paket so im Paketmanagement bereitzustellen, dass es sich richtig integriert.

Auggie
23.08.09, 21:24
Was mich immer noch stört ist, dass es einige Programme leider nur unter Windows gibt. Es gibt oft nicht einen entsprechenden Pendanten unter Linux oder er integriert sich nicht so schön in die entsprechende grafische Oberfläche wie unter Windows.
Genau das ist der Grund, warum ich immer noch mit Windows arbeite.
Für meinen Haupteinsatzzweck, der Bildbearbeitung, gibts unter Linux keine Alternative, jedenfalls nicht für Photoshop. Gimp kann Photoshop überhaupt nicht das Wasser reichen (abgesehen von der sehr gewöhnungsbedürftigen und unübersichtlichen Oberfläche).
Ansonsten ist Linux ein super OS, und gerade aus sicherheitstechnischer Sicht besser als Windows:
Strikte Trennung von Benutzer und Root; das lässt sich unter Windows nur sehr umständlich umsetzen......aber es geht.

LG Auggie

Merlin
24.08.09, 20:03
Hallo,

GIMP ist für seine Verhältnisse (Open Source, freie Entwicklung) schon ein sehr gutes Programm, das sollte man schon lobend erwähnen. Allerdings muss ich dir natürlich recht geben, dass es an Photoshop nicht heranreicht und die Oberfläche wirklich gewöhnungsbedürftig ist. Da sollte man sich manchmal einfach etwas von Photoshop "abgucken" :-)

Auggie
24.08.09, 21:10
Was Bildbearbeitung angeht, zähl ich mich eindeutig nicht zu den "normalen" Usern :mrgreen:
Für den "normalen" User tut es Gimp durchaus.....man muß halt nur viel Zeit in die Einarbeitung investieren.
Und an die Klasse von Photoshop reicht Gimp imho nicht heran; jedenfalls momentan noch nicht.

LG Auggie