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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gelöst Avast für Linux/Ubuntu 9.04 ???



Avast-Homenutzer
28.06.09, 19:24
Hallo Leute, möchte als 2.Betriebssystem das Linuxbetriebssystem Ubuntu 9.04 installieren und suche für das Ubuntu 9.04 einen guten Virenscanner. Für mein Windows XP hab ich die sehr gute Avast-Home Edition. Nun meine Frage.
1. Ist die kostenlose Antivirensoftware von Avast für Linux auch ein On -Access Sanner oder nur On -Demand?
2. Werden mit der Software auch eingehende E-Mails sofort gescannt?
3. Wo gibt es eine deutschsprachige Installationsdatei?
4. Gibt es die kostenlose Antivirensoftware für Linux auch in Deutsch?

Für die gewünschten Information wäre ich sehr dankbar!!!

Merlin
28.06.09, 21:47
Hallo,

hier die Antworten:

1. Die kostenlose Version für Linux ist im Gegensatz zur Windows Version nur ein On-Demand Scanner.
2. Nein das ist ebenfalls nicht möglich
3. Die Version ist nicht auf Deutsch erhältlich.
4. siehe vorherige Antwort

Da Linux sich "noch nicht" so erfolgreich bei Home Usern durchgesetzt hat, ist hier auch das Angebot von avast! sehr dürftig. Ich muss allerdings dazu sagen, dass für Linux generell ein sehr geringes Risiko besteht und ich daher meine Installationen auch ohne Virenscanner hab laufen lassen. Natürlich gibt es auch Viren die auf Linux abzielen, nur wie gesagt ist der Prozentsatz gering. Man könnte ClamAV in Verbindung mit Spamassassin einsetzen, um ein bisschen mehr Sicherheit zu schaffen. Im Mailbereich ist ClamAV gar nicht mal so schlecht, für Dateisystem allerdings etwas schwach. Wenn ein Produkt von avast! eingesetzt werden soll, bleibt nur der Kauf der avast! für Linux Server, hier lassen sich dann auch Postfächer überprüfen bzw. der POP3/IMAP/SMTP Verkehr.

Avast-Homenutzer
28.06.09, 22:02
Vielen Dank für die rasche Antwort. Bin natürlich von Avast! sehr enttäuscht das im Linuxbereich so wenig getan wird, da ich mit der Windowsversion hochzufrieden bin. Könnt Ihr mir von ClamAV die Webadresse geben und was ist Spamassassin? Kann das kostenlose ClamAV direkt Mails scannen?

Merlin
29.06.09, 19:51
Hallo,

wie schon gesagt ist die Anzahl der potentiellen Nutzer sehr gering, folglich lohnt es sich für den Hersteller nicht, hier extra Personal zu investieren.

ClamAV und Spamassassin sind im Paketmanagement von Ubuntu enthalten, in der Paketinformation sollten auch entsprechende Webadressen der Hersteller mit vermerkt sein.

Avast-Homenutzer
30.06.09, 17:56
Vielen Dank für die erneut rasche Antwort. Nun hätte ich noch eine Frage.
Gibt es bekannte Komplikationen wenn auf einem PC Windows XP und Linux/Ubuntu installert ist und man mit Avast-Home Edition für Windows einen Boottimescan durchführt. Theoretisch wird dann ja auch die Partition mit dem Linuxbetriebsystem mitdurchgescannt.
Gibt es da Erfahrungswerte?

Rein theretisch gedacht wäre es ja nicht schlecht wenn die Avast - Windows Home-Edition auch gleich nach den "paar " Linuxviren sucht. Viel soll es ja nicht geben. (Noch!!!) Das wäre bestimmt eine Marktlücke!!! Oder?

Merlin
30.06.09, 18:57
Hallo,

nein das ist nicht möglich, da avast! nicht einen Linux Kernel läd, sondern sich den Modus den auch Windows Scandisk ausführt, zu Nutze macht. Der kennt aber keine Dateisysteme wie ext2/3, reiserfs, usw. Im Moment ist es noch keine Marktlücke und auf Dauer wird es das auch nocht nicht sein, da die Linux Welt noch nicht so weit ist, einen wirklichen Ersatz für die Usability von Windows bieten zu können.

Catweezel
10.07.09, 22:53
Rein theretisch gedacht wäre es ja nicht schlecht wenn die Avast - Windows Home-Edition auch gleich nach den "paar " Linuxviren sucht. Viel soll es ja nicht geben.
eben, deswegen habe ich (bis jetzt) noch nicht für notwendig erachtet, auf Linux einen Virenscanner zu installieren.
Natürlich besteht die Möglichkeit, dass die Anzahl der Linuxviren zunimmt, was zur Zeit, wo alle mehr auf Windows schielen (siehe Windows 7), eher nicht der Fall ist.

Eine, zugegeben schon ältere, aber immer noch aktuelle Betrachtung der Sicherheitskonzepte, insbesondere Virenscanner und Firewall, von Linux gegenüber Windows findest du hier... was dir als Linux-Ubuntunutzer eventll. nicht ganz unbekannt ist. :wink:
http://wiki.ubuntuusers.de/Sicherheitsk ... e-Firewall (http://wiki.ubuntuusers.de/Sicherheitskonzepte#Brauche-ich-einen-Virenscanner-oder-eine-Firewall)

Ich möchte mal behaupten, wenn die Anzahl der Viren, die Linxsysteme befallen signifikant zunimmt, dann wird auch mehr Aufwand in die Scanner für Linux-BS gesteckt.

Gruß Catweezel

Auggie
11.07.09, 08:18
Ich möchte mal behaupten, wenn die Anzahl der Viren, die Linxsysteme befallen signifikant zunimmt, dann wird auch mehr Aufwand in die Scanner für Linux-BS gesteckt.

Die Zahl der Linux-Viren wird sich in dem Maße erhöhen, wie sich Linux selbst verbreitet und größerer Beliebtheit erfreut.
Das ist bisher noch nicht wirklich der Fall.
Daher ist Linux für Malwareprogrammierer auch noch nicht gewinnbringend.

Es ist zwar nicht möglich, von Windows aus Linux-Partitionen zu scannen, der umgekehrte Weg jedoch schon:
Jede Linux-Edition kann mittlerweile lesend auf NTFS-Laufwerke zugreifen, somit kann ich zumindest Windows-PCs von Linux aus scannen.
Für die Breinigung wiederum bräuchte Linux Schreibzugriff, den müsste man (so weit ich weiß kostenpflichtig) nachrüsten.

Das es kaum Scanner für Linux gibt, liegt einfach daran, das Malware für Linux-Systeme noch kein wirkliches Problem darstellt, zumindest im Bereich der Desktopsysteme.
Im Serverbereich sieht das anders aus, da eben oft auch heterogene Netze aus Windows und Linux eingesetzt werden.
Solche Lösungen sind dann allerdings kostenpflichtig.

LG Auggie

Merlin
11.07.09, 14:31
Hallo,

das stimmt nicht so ganz. Es gab früher schon den NTFS Write Support in Linux, der allerdings nicht so stabil war. Mittlerweile hat sich aber z.B. NTFS-3G etabliert ( http://www.ntfs-3g.org/ ) und wird auch schön des öfteren eingesetzt, z.B. in sogenannten Linux Rescue oder Repair CDs. Diese Lösung ist auch kostenfrei. Es gibt auch sehr viele kostenfreie Linux Distributionen, die kommerziell und produktiv eingesetzt werden, wie z.B. CentOS, OpenSUSE, Ubuntu (auch als Server) und etliche andere. Auf der anderen Seite setzen Unternehmen auch das kostenplichtige RLES oder das Gegenstück von SUSE ein. Bei Serversystemen bauen die meisten Angriffe auf Schwachstellen in web-basierten Systemen auf, wie z.B. in Apache und PHP. Auf dem Desktop ist die Gefahr vergleichbar gering, da die Verbreitung als Server (wie du schon völlig richtig festgestellt hast) populärer ist.

Auggie
11.07.09, 16:19
Danke support für die Berichtigung.
Hab mich schon lange nicht mehr mit Linux auseinandergesetzt, höchstens als Basis für Mailserver und Webserver im Rahmen eines Testsystems für Trockenübungen.
Früher gab es das Problem des Schreibzugriffs auf Windows-Clients nicht wirklich, weil Linux unter Desktop-PCs kaum wirklich eingesetzt wurde.
Heutzutage ist so manche Behörde und Firma dabei, ihre Rechner auf Linux umzustellen; und damit wird das in gemischten Netzen durchaus zu einem Problem für die Administratoren.

LG Auggie

Merlin
11.07.09, 17:31
Hallo,

in gemischten Windows/Linux ist es eigentlich bisher auch kein Problem gewesen, da meistens mit Samba über das Netz gearbeitet wurde. Heutzutage wird es dann schonmal eher problematisch, wenn es darum geht externe Datenträger (das ist ja erst mit der Einführung von USB so richtig in Mode gekommen) einzuhängen, obwohl es wie gesagt mit NTFS-3G (wird sogar bei vielen Distributionen schon standardmäßig mitinstalliert) kein Problem mehr darstellt. Ich gehe sogar den umgekehrten Weg und habe meine Datenträger mit ext3 formatiert und bei Windows den entsprechenden Treiber installiert ( http://www.fs-driver.org). Im Bereich von öffentlichen Einrichtungen wird mittlerweile leider wieder etwas zurück in Richtung Windows gerudert, da es doch teilweise schwierig war. Leider!

Auggie
11.07.09, 20:12
Ich gehe sogar den umgekehrten Weg und habe meine Datenträger mit ext3 formatiert und bei Windows den entsprechenden Treiber installiert ( http://www.fs-driver.org).
Thanx für die Info; damit ist für mich sogar ein richtiges "Arbeitssystem" unter Linux wieder überlegenswert.
Ich kenn halt nur Debian an Distris, da gab standardmäßig jedenfalls noch keinen Schreibzugriff.
Da mein Hauptaugenmerk beim PC auf Bildbearbeitung liegt, bin ich nach einigen Tests mit Gimp wieder zum guten alten Photoshop zurück gekehrt.
An dessen Klasse kommt Gimp einfach nicht dran; die Filterschnittstelle von Photoshop gibt es für Gimp leider (noch?) nicht.

Ciao Auggie

Merlin
11.07.09, 21:43
Hallo,

für Photoshop gibt es auch noch keine sinnvolle Alternative, obwohl Gimp schon für ein freies Werkzeug sehr gut ist. Es gibt halt noch einige Programme, die unter Linux einfach in der gewohnten Form fehlen. Ich persönlich arbeite meistens mit Gentoo, allerdings nur als Server und ich kann es auch nur Linux- und Performance-Fetischisten für den Desktop empfehlen, da es einfach zu viel Frickelei ist. Als Desktop machen sowohl Fedora als auch Ubuntu einen schlanken Fuss. SUSE ist meiner Meinung nach zu überladen und Debian zu wenig auf diese Richtung ausgelegt.

Ich schlage jedoch vor, dass wir an dieser Stelle aufhören und ggf. einen Thread über Linux-Distributionen im Smalltalk eröffnen. :)